JIU-JITSU
für Jungen und Mädchen

Zielgruppe Sportstätte

Wochentag u. Uhrzeit

Mitarbeiter/-innen
Jungen & Mädchen des 2. - 10. Schuljahrs Sh auf dem Loh (R)

freitags

15.30-17.00 h Stephan Leifeld o. Berthold Werth
 

Was ist JIU-JITSU?

JIU- (gesprochen ”Dschuu”) bedeutet sanft, nachgiebig, bereitwillig. JITSU- (gesprochen ”Dschitsu”) bedeutet Kunst, Kampfkunst, Kriegstechnik.

Jiu Jitsu kann man sinngemäß übersetzen als ”die sanfte Kunst” der Selbstverteidigung.

Beim Jiu Jitsu wird der Angriff des Gegners ausgenutzt, um diesen gegen den Angreifer selbst zu nutzen und ihn zu überwältigen. Nach dem Prinzip ”Siegen durch Nachgeben” - bekannt auch aus dem Judo (sanfter Weg) - wird hier dem Angriff durch schnelles Ausweichen begegnet, durch den Einsatz einer Technik der Angriff abgewehrt und anschließend der Gegner kontrolliert.

Inhalt des Jiu Jitsu  ist eine umfassende, aus Japan stammende Kampfkunst, bei welcher Wurftechniken (Nage Waza), Grifftechniken (Katame Waza) und Schlagtechniken (Atemi Waza) eingesetzt werden können, wobei in den Hunderten verschiedenen Schulen (Ryu) und Stilrichtungen (Ryu-ha) unterschiedliche Technikgruppen bevorzugt werden.

So ist z.B. für ihre Schlag- und Festlegetechniken die Tenshin shinyo ryu bekannt, während die Wurftechniken eine Spezialität der Kito Ryu und der Yoshin Ryu darstellen und die Daito Ryu viele Gelenkhebeltechniken (Kansetsu Waza) lehrt.

Jiu Jitsu ist eine waffenlose Selbstverteidigung gegen verschiedene Angriffsarten. Die Angriffe können als Nah- oder Distanzangriffe, im Stand oder am Boden, bewaffnet oder unbewaffnet, erfolgen. Angriffe in der Nahdistanz sind z.B. Körperangriffe wie Körperumklammerungen, Würgegriffe, Schwitzkasten, Haarzug usw.. Unbewaffnete Distanzangriffe sind z.B. Faustschläge und Fußtritte und bewaffnete Angriffe erfolgen z.B. mit einem Kurz- oder Langstock, Messer, Schusswaffe oder mit alltäglichen Gegenständen wie z.B. einer Flasche oder einem Gürtel.

Die Abwehren gegen die verschiedenen Angriffe können durch Ausweichen, Blocken, Schlagen, Treten, Werfen, Hebeln, Würgen, Festlegen/Sistieren und Transportieren erfolgen .Sie erfolgen je nach Intensität des Angriffs durch Beachtung des Notwehrrechts, welches jeder Lehrer des DJJB kennen muss.

Durch regelmäßiges Üben dieser Kampfkunst wird eine körperliche Fitness und somit die Erhaltung der Gesundheit, eine Vervollkommnung des Charakters und der Persönlichkeit, das nötige Selbstvertrauen und die geistige Reife erstrebt.

Die geschichtliche Entwicklung des Jiu Jitsu

Der Ursprung des Jiu Jitsu ist nicht eindeutig, seine Wurzeln sind wahrscheinlich in Indien zu suchen. Ausgehend von der indischen Massagekunst entwickelte sich schon im Altertum eine Zweck bestimmte Kenntnis von Schmerz verursachenden Griffen. Vermutlich fand diese Kenntnis ihren Weg von Indien nach China. Dort wurden die Techniken von Angehörigen religiöser Kreise weiterentwickelt. Das Wissen um diese schmerzempfindlichen Punkte wurde vermutlich um 1600 nach Japan eingeführt.

Der eigentliche Begriff ”Jiu Jitsu” entstand erst im 18. Jahrhundert. Ursprünglich war Jiu Jitsu unter verschiedenen Bezeichnungen (Yawara, Aiki [ju] jitsu, Hakuda, Kempo, Kogusoku, Koshi no mawari, Kumi uchi, Tai jitsu, Torite, Shubaku etc.) ein Ausbildungsbestandteil der verschiedenen Kampfschulen der japanischen Kriegerklasse (Bushi, Samurai), neben den in der jeweiligen Schule gelehrten Waffentechniken und wurde im ”Bushido”, dem so genannten Ehrenkodex der Samurai festgelegt. Die Meiji-Periode (1868-1912) führte zum Niedergang der Samurai. Japan öffnete sich westlichen Einflüssen, vernachlässigte teilweise altes Brauchtum und schenkte auch den alten Kriegskünsten lange Zeit keine Beachtung.

Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde es wieder als traditionelles Gut in die japanische Kultur einbezogen, wobei der kriegerische Aspekt durch den sportlichen und geistigen ersetzt wurde.

Verbreitung des Jiu Jitsu in Deutschland

Der wichtigste Lehrer, der ins Ausland ging, war Katsukuma Higashi. Erich Rahn, der ”Meister der 1000 Jiu Jitsu Griffe” war Begründer des Jiu Jitsu in Deutschland. Er lernte hauptsächlich von Higashi. Er eröffnete 1906 in Berlin die erste Jiu Jitsu Schule Deutschlands. Bedingt durch die beiden Weltkriege gab es auch bei uns und Höhen und Tiefen zu überwinden.

1945 verboten die Alliierten durch das Kontrollrat-Gesetz die Ausübung des Jiu Jitsu. Erst in den 50er Jahren gelang es nach zähen Verhandlungen das Gesetz wieder aufzuheben. Seither hat sich Jiu Jitsu wieder stärker in Deutschland etabliert und es entstand eine Vielzahl von Verbänden, in denen Jiu Jitsu gepflegt und unterrichtet wird.

Heute wird Jiu Jitsu bei verschiedenen Militär- und Polizeieinheiten in seiner ursprünglichen Bedeutung als militärisches Nahkampfsystem, bzw. zur Erfüllung von Polizeiaufgaben eingesetzt, oder als zivile Selbstverteidigungsmethode gelehrt.

Jiu Jitsu ist auch die Quelle vieler neuer Kampfkunst-Formen. So entwickelte Jigoro Kano Ende des 19. Jahrhunderts das mittlerweile zur olympischen Disziplin gewordene JUDO (Jigoro Kano Ryu Jiu-Jitsu bzw. Kodokan Ryu Jiu-Jitsu bzw. Judo Ryu Jiu-Jitsu) vor allem aus den Jiu Jitsu Schulen Tenshin shinyo ryu undKito ryu. Morihei Ueshiba schuf sein AIKIDO in erster Linie aus dem Daito ryu aiki ju jutsu, und schließlich haben auch etliche Stilrichtungen des KARATE, welches generell allerdings eine andere Geschichte hat, ihre Wurzeln im Jiu Jitsu. Von den prominenteren Stilrichtungen ist hier vor allem das Wado ryu karate zu nennen, dessen Gründer Hironori Otsuka, Meister des Yoshin ryu jiu jitsu kempo war.

(Quelle: Deutscher Jiu-Jitsu-Bund, www.djjb.de)

Jiu Jitsu, das neue Sportangebot im TVE, wird in enger Kooperation mit den Judoka den Schwerpunkt auf Chi-Ryu Jiu-Jitsu, Aiki-Jiu-Jitsu und Yoshin-Ryu Jiu-Jitsu haben. Wir werden also die komplette Fallschule - wie beim Judo - unterrichten, zudem aber auch Karate- und Taekwondo-Schülern dort entgegen kommen, wenn es um effiziente und ästhetische Schlag- und Tritttechniken geht. Der verantwortliche Trainer Stephan Leifeld ist Träger des 6. DAN Aikijitsu, 4. DAN Judo und 3. DAN Jiu-Jitsu. Ihm zur Seit steht Deshi Markus Becker, Kampfsport erfahren in den Bereichen Taekwondo, Jiu-Jitsu und Judo.

Jiu-Jitsu Großmeister Heinrich Drosten, 8. DAN Jiu-Jitsu und ehemaliger Schüler der Jiu-Jitsu-Legende Niederstein sowie Meisterschüler von mehrfach Weltmeister Johnny Bernashewice, wird durch Lehrgangseinheiten das Team unterstützen...
 

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www.tve-burgaltendorf.de/200_SPORTBETRIEB/201-02_sportgruppen/208_08.htm/aktualisiert: 23.01.2012