Sturzprophylaxe |
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Achtung Stolpergefahr – Stürze müssen nicht sein! Jedes Jahr ereignen sich in Deutschland etwa vier bis fünf Millionen Stürze. Es wird geschätzt, dass etwa ein Drittel der Menschen über 65 Jahren mindestens einmal pro Jahr stürzt. Bei den über 80-Jährigen sind es sogar 80 Prozent. Viele dieser Stürze haben schlimme Folgen: Mehr als 100.000 ältere Menschen erleiden einen Oberschenkelhalsbruch. Etwa genauso häufig brechen sich die Menschen bei den Stürzen das Hüftgelenk. Oftmals heilen solche Brüche nur sehr schlecht. Mehr als die Hälfte der Menschen sind nach dem Bruch in Ihrer Beweglichkeit erheblich eingeschränkt, 20 Prozent werden sogar ständig pflegebedürftig. Hinzu kommt: Wer einmal gestürzt ist und sich dabei verletzt hat, bekommt Angst, dass es auch ein zweites Mal passieren könnte. Und damit beginnt ein gefährlicher Teufelskreis. Denn in der Folge bewegen sich diese Menschen noch weniger als vorher. Die Muskelkraft lässt nach, sie werden immer unsicherer. Und – wer unsicher und ängstlich ist, bei dem steigt das Risiko erheblich an, erneut hinzufallen. Dies alles macht deutlich, von welch großer Bedeutung es ist, vorbeugend aktiv zu werden, um Stürze zu verhindern. Der beste Schutz vor Stürzen: Bewegen, bewegen, bewegen! Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass körperliches Training im Alter die effektivste Maßnahme ist, um Stürze zu verhindern. Denn, tatsächlich liegt es auch an Schwindelanfällen und schlechten Augen, aber vor allem an der fehlenden Muskelkraft und am schlechten Zusammenspiel von Muskeln und Nervensystem, dass ältere Menschen so häufig hinfallen. Wenn Menschen, sich im Alter zu wenig bewegen, lässt auf Dauer auch die Reaktionsfähigkeit nach. Die Folge: Der Körper kann in Gefahrensituationen nicht schnell genug reagieren. Wenn Sie dann, wie das häufig passiert, falsch auf einer Treppenstufe aufkommen oder auf etwas rutschigem Untergrund gehen, kann sich Ihr Körper nicht schnell genug darauf einstellen. Statt sich schnell noch abfangen zu können, fallen sie hin. Es kann passieren, dass der Körper im Laufe der Zeit sogar mit plötzlichen Positionsveränderungen, wie schnellem Aufstehen, oder mit Drehungen und Neigungen nach vorn oder nach hinten nicht mehr klarkommt. Die Folge: Stürze, Brüche, Krankenhausaufenthalte. Das Anti-Sturz-Training: Muskeltraining plus Balance-Übungen Doch all das muss nicht sein: Wer sich regelmäßig bewegt, kann damit das Risiko zu fallen, erheblich reduzieren. Vor allem Krafttraining und Balance-Übungen helfen dabei, sich auch im Alltag sicherer zu bewegen. In einer Untersuchung haben Ärzte des Geriatrischen Zentrums in Ulm älteren Menschen mehrmals wöchentlich ein Kraft- und Balance-Training verordnet. Das Ergebnis: Nur noch halb so viele Heimbewohner stürzten, die Zahl der Knochenbrüche reduzierte sich um ein Drittel. Wer Unsicherheiten im Gang spürt und ab und zu Gleichgewichtsstörungen hat, ist auch sturzgefährdet. Umso wichtiger ist es dann, sich viel zu bewegen – vorausgesetzt der Arzt ist damit einverstanden. Denn: Mit einem speziellen Training kann sogar ein Hundertjähriger seine Kraft und sein Gleichgewicht verbessern. Besonders gut ist ein Training zum Aufbau von Muskulatur, vor allem an Beinen, Po und Rücken, Bauch, Schultern und Armen. Krafttraining kann an Geräten gemacht werden, aber auch mit Kleingeräten wie Hanteln, elastischen Bändern oder einfach auf der Matte. Genauso wichtig ist es, dass die Koordination trainiert wird. Das tut man dann, wenn man sich auf Musik bewegt, ein Ball wirft und fängt, Arme und Beine gleichzeitig bewegt oder auf einem Bein steht. Jede Bewegung, die neu ist und für den Körper eine Herausforderung darstellt, trainiert auch die Koordination. Quelle: Deutscher Turner-Bund, www.dtb-online.de |
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INFORMATIONEN: |
| www.tve-burgaltendorf.de/100_ORGANISATION/101_fuehrung&organisation/101-01_dokumenten-management/101-01-04_infomaterialien/sturzprophylaxe.htm/aktualisiert: 30.04.2012 |